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Wichtige Änderungen im Arbeitsschutz 2025/2026

1. Arbeitsschutz wird digitaler und bürokratieärmer

Die Bundesregierung modernisiert das Arbeitsschutzrecht umfassend. Dokumentationen dürfen verstärkt digital erfolgen, und insbesondere kleinere Unternehmen werden von bisherigen Pflichten entlastet – z. B. bei der Bestellung von Sicherheitsbeauftragten. [bmas.de]

2. Neue Vorgaben ab 2025: Mutterschutz, PSA und Aushänge

Ab 2025 gelten folgende Neuerungen:

  • Viele Arbeitsschutzdokumente dürfen in Textform (E-Mail, elektronisch) erstellt werden.
  • Für Tätigkeiten, die generell ungeeignet für Schwangere sind, entfällt die individuelle Gefährdungsbeurteilung.
  • PSA (z. B. Helme, Handschuhe) unterliegt strengeren CE- und Dokumentationspflichten.
  • Aushangpflichtige Gesetze müssen stets in ihrer aktuellen Version vorgelegt werden. [proinforma.de]

3. DGUV Vorschrift 2 wird 2026 umfangreich reformiert

Ab 1. Januar 2026 wird die sicherheitstechnische und arbeitsmedizinische Betreuung neu strukturiert.
Wichtig für Unternehmen:

  • Digitale Begehungen werden offiziell anerkannt.
  • Die Qualifikation zur Fachkraft für Arbeitssicherheit wird geöffnet (mehr Berufsgruppen zugelassen).
  • Betriebe werden neu in Betreuungsgruppen eingestuft. [dguv.de]

4. Pflichtquote: Ab 2026 mindestens 5 % Betriebsbesichtigungen

Arbeitsschutzbehörden müssen jährlich mindestens 5 % aller Unternehmen kontrollieren.
Daher ist eine aktuelle Gefährdungsbeurteilung, dokumentierte Unterweisung sowie klare Notfallorganisation unverzichtbar. [dekra-safety-web.de]

5. Neue EU-Vorgaben für Arbeitszeiten ab 2026

Die Überprüfung von Arbeitszeiten erfolgt künftig quartalsweise statt jährlich.
Zudem gilt eine flexiblere Wochenarbeitszeit von durchschnittlich 48 h (bei 11 h Ruhezeit).
Die elektronische Zeiterfassung wird verbindlich. [safetyxperts.de]

6. Gefahrstoff- und Technische Regeln aktualisiert

Mehrere TRGS- und TRBS-Regelungen wurden 2025/2026 überarbeitet – u. a. Isocyanate, Arbeitsplatzgrenzwerte und Cybersicherheit in sicherheitsrelevanten Steuerungen.
Unternehmen müssen Gefährdungsbeurteilungen entsprechend anpassen. [bghm.de]

7. Neue Gefahrenklassen für Stoffe und Gemische ab Mai 2026

Die EU-CLP-Verordnung führt neue Gefahrenklassen ein, die ab 1. Mai 2026 auch für Gemische gelten. Sicherheitsdatenblätter und Gefährdungsbeurteilungen müssen überprüft und aktualisiert werden. [becker-gruppe.com]

 

Die BAuA definiert 2026 neue Maßstäbe für Gefährdungsbeurteilungen und verschärft Dokumentationspflichten.

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hebt die Anforderungen an Gefährdungsbeurteilungen deutlich an. Neue technische Regeln – etwa zur Schweißtechnik im Stahlbau – verlangen künftig präzisere Expositionsszenarien, belastbare Wirksamkeitsnachweise und eine stärkere Berücksichtigung psychischer Belastungen. Unternehmen müssen Gefährdungsbeurteilungen häufiger aktualisieren und detaillierter dokumentieren, insbesondere bei technischen Änderungen oder neuen Prozessen.
Quelle: ad-hoc-news.de

Die reformierte DGUV Vorschrift 2 stärkt ab 2026 Digitalisierung, Flexibilität und interdisziplinäre Betreuung.

Seit dem 1. Januar 2026 gelten neue Regelungen der DGUV Vorschrift 2, u. a. bei der BG RCI. Sie ermöglichen erstmals die offizielle Nutzung von IKT‑Beratung (z. B. Telefon‑ oder Onlineberatung). Gleichzeitig wird die Betreuung durch diverse Fachdisziplinen wie Ergonomie, Biologie oder Arbeits‑ und Organisationspsychologie geöffnet. Kleine Betriebe profitieren von vereinfachten Zugangsmodellen, müssen aber weiterhin eine Erstbegehung vor Ort sicherstellen.
Quelle: BG RCI

Der EU‑weit modernisierte Arbeitsschutz führt 2026 zu stärkerer Kontrolle, Digitalisierung und flexibleren Arbeitszeitmodellen.

Mehrere neue Regelungen aus Brüssel verändern die Praxis in deutschen Betrieben: Arbeitszeitkontrollen erfolgen künftig quartalsweise, die elektronische Zeiterfassung wird Pflicht, und neue Modelle gewähren Beschäftigten Rechtsansprüche auf Überstundenabbau. Die Änderungen sollen Gesundheitsschutz und betriebliche Flexibilität gleichermaßen verbessern.
Quelle: SafetyXperts

Neue gesetzliche Vorgaben stellen 2026 höhere Anforderungen an Unternehmen – insbesondere bei DGUV Vorschrift 2 und Entgelttransparenz.

Die Anzahl der verpflichtenden Sicherheitsbeauftragten wird voraussichtlich reduziert, wodurch kleine Unternehmen entlastet werden sollen. Gleichzeitig treten neue EU‑Regeln zur Entgelttransparenz in Kraft, die erweiterte Berichtspflichten und Transparenzanforderungen mit sich bringen. Parallel steigen die Anforderungen durch die fortschreitende Umsetzung der überarbeiteten DGUV Vorschrift 2, u. a. in der BG Rohstoffe und Chemische Industrie.
Quelle: domeba.com

Die DGUV weist 2026 auf neue Risiken, Präventionsansätze und moderne Arbeitsformen hin.

Aktuelle DGUV‑Meldungen greifen Themen wie sicheren Umgang mit Elektrofahrzeugen, Lärmreduktion in Kitas, mentale Belastungen („Mental Load“), mobiles Arbeiten und Gefahrstofflagerung in Werkstätten auf. Die Organisation verweist auf aktualisierte Informationsschriften und neue Ressourcen für Prävention und Gesundheitsförderung.
Quelle: DGUV – Meldungen